Demeter
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Geschichte

 1959 

 













Im April 1959 bringt die Haflingerstute Grisel auf dem Hof Kahlenberg bei Ettenheim ein Fohlen zur Welt. Nichts Besonderes, sollte man meinen. Für uns, die Familie Zollmann, ist das die Geburtsstunde unserer Stutenmilchfarm. Noch im gleichen Jahr kauft Dr. Rudolf Storch, unser Vater, Großvater bzw. Urgroßvater, weitere Haflingerstuten dazu. Auf diese Stuten geht unsere heutige Herde zurück.

Wie kam Dr. Storch auf diese Idee mit der Stutenmilch? Er war studierter Tiermediziner. Der Krieg führte ihn nach Russland, wo er acht Jahre verblieb. Und dort, genauer gesagt in Kasachstan, lernte er Stutenmilch kennen. Ein Getränk, das Nomaden dort seit über 1.000 Jahren kultivieren. Er war sofort von der Qualität und der Wirkung der Stutenmilch überzeugt und übertrug schließlich das ganze Konzept in den Odenwald. Seine russischen Sprachkenntnisse erlaubten noch im Land erste Forschungen und führten zu einer umfangreichen Sammlung wissenschaftlicher Fakten zum Thema Stutenmilch.

 

 

 




1969

 

Veranstaltung des ersten deutschen Stutenmilchforums. Dr. Storch engagiert sich damit weiter in der Durchführung wissenschaftlicher Studien zum Thema Stutenmilch.



1970-1973

 









Die Stutenmilchfarm mit ca. 20 Melkstuten zieht um – von Ettenheim nach Waldbrunn. Das Gestüt trägt jetzt den Namen Kurgestüt Hoher Odenwald und bewirtschaftet als „Landauffangbetrieb“ die umliegenden Flächen am Katzenbuckel, in Waldbrunn und in Eberbach. Die 70 ha große Landwirtschaft mit viel saftigem Grünland wird biologisch extensiv ausgerichtet und liefert natürliches und ausgewogenes Futter für unsere Pferde, die in Herden im sogenannten Offenstall gehalten werden. Es kommen auch schon die ersten Gäste auf das Gestüt zu Trinkkuren mit Stutenmilch, und der deutschlandweite Versand von Stutenmilch beginnt.




   

 1975-1979

   
 

In diesen Jahren bringt Dr. Storch unser Kumylac®, das fermentierte, leicht alkoholische Getränk der kasachischen Nomaden, erfolgreich auf den Markt.

 
   

 1980-1989

 





Tochter Gudrun Zollmann übernimmt mit ihrem Ehemann, dem Tierarzt Hans Zollmann, die Verantwortung für das Gestüt. Die Stutenmilchproduktion wird ausgebaut, die Anzahl der Melkstuten auf 80 erhöht und die Landwirtschaft erweitert. Das Gestüt pachtet 65 ha des naheliegenden Glashofes mitsamt den Stallungen. Die Flächen werden auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt und der Betrieb schließlich Demeter zertifiziert. Nun sind wir in der Lage, das Futter für unsere Pferde komplett selbst anzubauen und unsere Jungpferde auf dem Glashof aufzustallen.




 1995-1998

 









Das Kurgestüt wird erneut erweitert. Der landwirtschaftliche Betrieb Faustenhof bringt uns 75 ha Nutzfläche, die wir für die Landwirtschaft wie auch zur Aufzucht unserer Jungpferde nutzen. Das Kurgestüt übernimmt in diesen Jahren den ganzen landwirtschaftlichen Betrieb des Glashofes und gewinnt eine zusätzliche landwirtschaftliche Nutzfläche von 99 ha. Dieser Betrieb wird als Abfohlstall und für den ganztägigen Weidegang unserer Pferde genutzt. Der Bestand ist bereits auf 120 Melkstuten angestiegen.

   

 




   

 2004-2006

 

 





Das Kurgestüt wird um das Hofgut Rineck erweitert. Eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 130 ha und Stallgebäude kommen hinzu. Stephanie Zollmann widmet ihre Diplomarbeit dem Thema „Eigenkontrollmaßnahmen für die Stutenmilchverarbeitung unter Einbezug mikrobiologischer Analysenergebnisse“ und führt damit das HACCP-Konzept im Gestüt ein. Jette Zollmann legt mit ihrer Bachelorarbeit zur „Evaluation eines Melkstandes für die Stutenmilchgewinnung und Entwurf baulicher Maßnahmen zur Umsetzung“ wichtige Grundlagen, die in die Errichtung eines neuen Melkstandes im Gestüt einfließen.




 2007

 







Das Kurgestüt Hoher Odenwald wird mit dem von der Bundesregierung unterstützten Förderpreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet.




 2008-2009

 













Wir modernisieren erneut und bauen um. So wird reichlich Platz geschaffen für die Haltung und den Auslauf unserer Pferde. Eine moderne Melkanlage erlaubt ein für Mensch und Pferd stressfreies Melken. Unsere Milchverarbeitung wird nach neuesten EU-Richtlinien zertifiziert.

Das Kurgestüt gehört seit 2009 zum Netzwerk „Demonstrationsbetriebe ökologischer Landbau in Deutschland“. Seitdem finden zahlreiche Veranstaltungen und Führungen auf dem Gestüt statt.




2010-heute

 





Stetiger Ausbau unseres Sortiments, insbesondere im Bereich der Hautpflege auf Basis von Stutenmilch.